17 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe des Goethe-Gymnasiums auf Studienfahrt in Paris
Tag 1 – Mittwoch: Anreise nach Paris
Nach einem vierstündigen Schultag machten wir uns gemeinsam mit unseren Lehrern Herrn Klappach und Frau Franke auf den Weg zum Bahnhof in Bad Ems. Von dort fuhren wir zunächst mit dem Zug nach Koblenz und anschließend weiter nach Köln. In Köln selbst hatten wir etwas Aufenthalt, bevor unsere Reise weiterging. Als wir nach nur gut drei Stunden Fahrt mit dem Hochgeschwindigkeitszug TGV in Paris ankamen und die Metro Station an unserer Herberge verließen, hörte man die ersten spitzen Schreie aus der Gruppe, denn da war er zur Begrüßung direkt vor uns: der hell erleuchtete Eifelturm!
Herr Klappach hatte uns eine Unterkunft mitten im „Triangle d’Or“, dem goldenen Dreieck von Paris organisiert, zwischen der Seine und den Champs Elysées, umgeben von prächtigen Pariser Residenzen und vornehmen Boutiquen.
Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, ging es auch schon los, um unser Viertel und Paris by Night zu erkunden. Nach einem Abstecher auf die Champs-Élysées ging es mit der Metro zur Esplanade du Trocadéro, einer riesigen Plattform, von der wir einen fantastischen Blick auf den Eiffelturm hatten, der sich wenige Minuten nach unserer Ankunft durch die spezielle Beleuchtung in eine glitzernde Wunderkerze verwandelte. Hunderte von Fotos später fuhren wir alle glücklich nach Hause und fielen gegen 1:00 Uhr nachts müde in unsere Betten.
Tag 2 – Donnerstag: Eiffelturm, Bootstour & Notre Dame
Am Donnerstag starteten wir den Tag mit unserem ersten Highlight: dem Erklimmen des Eiffelturms. Die ersten beiden Stockwerke (674 Stufen!) bestiegen wir über die Treppe zu Fuß und fuhren anschließend mit dem Aufzug bis ganz nach oben in die Spitze. Von dort aus hatten wir eine spektakuläre Aussicht über ganz Paris und seine Arrondissements.
Nach einer Mittagspause im 7. Arrondissement, machten wir einen langen gemeinsamen Spaziergang durch das 6. und das 5. Arrondissement, entlang an Botschaften und Boutiquen, durch das Galerienviertel Saint-Germain-des-Prés, vorbei an der Académie Française bis zu den Pariser Inseln in der Seine. Als Überraschung wartete dort ein Boot auf uns zu einer gemeinsamen Tour, vorbei an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten entlang der Ufer, was unseren müden Füßen sehr guttat.
Anschließend hatten wir die Gelegenheit, die nach dem Großbrand frisch renovierte Kathedrale Notre-Dame von innen zu besichtigen.
Den Rest des Tages konnten wir anschließend in Gruppen individuell verbringen und Paris auf eigene Faust erkunden. Zwischendurch wurden wir zwar von einem Unwetter überrascht, aber davon ließen wir uns die Stimmung nicht verderben.
Tag 3 – Freitag: Louvre, Marais und Montmartre
Am Freitagmorgen ging es nach dem Frühstück in Richtung Louvre. Nach einer Fahrt mit der Metro starteten wir vom Place de la Concorde mit seinem berühmten über 3000 Jahre alten Obelisken aus Ägypten. Gemeinsam spazierten wir durch den Jardin des Tuileries zu der Glaspyramide des Louvre. Zunächst ging es als Gruppe vorbei an der Nike von Samothrake zur weltberühmten Mona Lisa. Danach hatten wir drei Stunden Zeit, das Museum nach eigenen Vorlieben und auf eigene Faust zu entdecken. Man musste sich dazu einzelne Highlights herauspicken, denn wir hatten am Vortag auf der geführten Bootstour Folgendes gelernt: nimmt man sich für jedes Exponat im Louvre nur 10 Sekunden Zeit, benötigt man weit über eine Woche rund um die Uhr, um alles zu sehen!
Nach dem Museum führte uns Herr Klappach durch das angesagte Marais Viertel, in dem wir im Anschluss mehrere Stunden Freizeit hatten. Dort konnten wir zu Mittag essen, shoppen und die Umgebung selbstständig erkunden. Am Abend fuhren wir gemeinsam nach Montmartre und liefen durch die kleinen Gassen des Künstlerviertels. Hier fand unser gemeinsames Abendessen in einem kleinen, extra für uns reservierten Restaurant statt. Einige mutige Schülerinnen und Schüler nahmen Herr Klappachs Mutprobe an und kosteten von seiner Vorspeise: Weinbergschnecken in Kräuterbutter!!
Anschließend besuchten wir Sacré-Cœur und genossen den beeindruckenden nächtlichen Blick über die Dächer von Paris. Ein kleines Straßenkonzert mit französischer Musik sorgte für eine ganz besondere Atmosphäre. Gegen Mitternacht stiegen wir dann die berühmten steilen Treppen von Montmartre herab, zurück zur Metro.
Tag 4 – Samstag: Opéra Garnier, Galéries Lafayette und Heimreise
Am Samstag startete unser letzter Tag in Paris. Nach einer kurzen Nacht, mussten wir schon wieder unsere Koffer packen. Pünktlich um 9 Uhr haben wir dann die Jugendherberge verlassen.
Mit der Metro sind wir zur berühmten Opera Garnier gefahren und haben das wunderschöne Gebäude angesehen. Das riesige Marmor Foyer und die bunte Chargall-Decke waren sehr beeindruckend und die Geschichte der Oper konnten wir Mithilfe von Tablets und Audioguides kennenlernen.
Anschließend kam der letzte Programmpunkt unserer Parisfahrt: die Dachterasse der bekannten Galeries Lafayette von der aus wir ein letztes Mal den Eiffelturm bewundern konnten. Das Luxuskaufhaus hat eine wunderschöne bunte Glaskuppel, unter der wir uns mit Souvenirs ausgestattet haben.
Mittags gab es französische Sandwiches und Croissants in einer Boulangerie bevor wir im Regen zurück zur Jugendherberge gefahren sind.
Zum letzten Mal sind wir dann in die Metro gestiegen um mit unseren Koffern zum Gare du Nord zu fahren.
Dann mussten wir schweren Herzens "Au Revoir Paris" sagen. Mit dem sehr gut ausgestatteten TGV sind wir nach Köln gefahren. Die dreistündige Fahrt ging schnell vorbei, da wir alle sehr Müde waren, aber glücklich die ganzen Fotos der Reise anschauten.
Deutschland begrüßte uns wie gewohnt mit komplett überfüllten Zügen, sodass wir die gesamte Rückfahrt stehend und eingequetscht verbrachten.
Die gesamte An- und Abreise wurde zum Glück für den Großteil der Reisegruppe amüsant gestaltet, da wir alle Sham, Luna und Herrn Klappach dabei zuschauen konnten, wie sie Shams überdimensionalen und sehr schweren Koffer die Bahnhofstreppen hoch und runter schleppen mussten.
In dieser kurzen Zeit haben wir viele verschiedene Seiten von der französischen Hauptstadt kennengelernt und unendlich viele Erinnerungen gesammelt, von denen wir noch lange erzählen werden.
Nach dieser wundervollen Reise, die uns Frau Franke und Herr Klappach dankenswerterweise ermöglicht haben können wir definitiv sagen:
A bientôt Paris!
| Text | Medea Ellermeier und Luna Löffler, beide MSS 12 |
| Bilder | Herr Klappach und Frau Franke |
