„Abiwood – 13 Jahre im falschen Film“ – Ein Jahrgang nimmt Abschied
„Abiwood – 13 Jahre im falschen Film“ – Ein Jahrgang nimmt Abschied
Unter dem Motto „Abiwood – 13 Jahre im falschen Film“, angelehnt an die schillernde Welt Hollywoods und seiner Filmindustrie, verabschiedete das Goethe-Gymnasium seinen diesjährigen Abiturjahrgang in einer feierlichen und zugleich emotionalen Feierstunde. Durch das abwechslungsreiche Programm führten Talida Dämgen und Konrad Ellermeier. Der Jahrgang blickte dabei mit Humor und Dankbarkeit auf eine Schulzeit zurück, die von gemeinsamen Herausforderungen, prägenden Erlebnissen und starkem Zusammenhalt geprägt war. Insgesamt 62 Absolventinnen und Absolventen erhielten ihr Abiturzeugnis und starten nun in einen neuen Lebensabschnitt.
Zu Beginn der Feier gratulierte Schulleiterin Christa Habscheid den Absolventinnen und Absolventen herzlich zu ihrem Erfolg. In ihrer Rede griff sie das Bild des antiken Helden Herkules auf: Während dieser zahlreiche körperliche Prüfungen bestehen musste, hätten die Abiturientinnen und Abiturienten in den vergangenen Jahren vor allem geistige Herausforderungen gemeistert – Aufgaben, an denen selbst Herkules wohl gescheitert wäre. Besonders hob sie ihre persönliche Verbundenheit mit dem Jahrgang hervor, den sie bereits seit der siebten Klasse begleitet habe. Die gemeinsame Zeit während der Corona-Pandemie habe den Jahrgang geprägt und zugleich gezeigt, wie viel Durchhaltevermögen, Flexibilität und gegenseitige Unterstützung in ihm stecke.
Für große Heiterkeit sorgte eine Anekdote aus dieser Phase: Zu Beginn des digitalen Unterrichts habe sie aus Unkenntnis kurzerhand mit einem Permanentmarker auf die digitale Tafel geschrieben – ein Moment, der bis heute für schmunzelnde Erinnerungen sorgt. Mit Blick auf die Zukunft ermutigte sie die Absolventinnen und Absolventen, mutige Entscheidungen zu treffen und ihren eigenen Weg zu gehen. Familie und Freundeskreis seien dabei ein „doppelter Boden“, ein Sicherheitsnetz, das Halt gebe, wenn man neue Wege gehe. Sie appellierte, Träumen nachzugehen, die eigenen Stärken zu nutzen und mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken.
Im Anschluss richtete der Vorsitzende des Schulelternbeirats Herr Löffler seine Glückwünsche an den Jahrgang. Er bezeichnete das Abitur als Eintrittsticket für einen neuen Start und erinnerte daran, dass Lernen ein lebenslanger Prozess sei. Nicht nur Erfolge, sondern auch Fehler gehörten dazu und böten wertvolle Chancen zur Weiterentwicklung. Musikalisch begleitet wurde dieser Teil der Feier von der Abiband, die mit dem Song „Rolling in the Deep“ von Adele für einen kraftvollen Moment sorgte.
Der Vorsitzende des Fördervereins Herr Engel würdigte in seiner sehr schülernahen Rede das Abitur als Beweis für Durchhaltevermögen und Zielstrebigkeit. Er lobte das Engagement des Jahrgangs sowie das gute Miteinander von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften an der Schule. Mit großer Zuversicht blickt er auf die Zukunft der Absolventinnen und Absolventen und gab ihnen mit auf den Weg, niemals aufzugeben und für ihre Träume zu kämpfen.
Einen besonders emotionalen Höhepunkt bildete die Rede der Stufensprecherin Lara Thielecke, die das „Drehbuch Goethe“ Revue passieren ließ. In diesem hätten neben Lernen und Mitschreiben auch Selbstvertrauen, Konfliktlösung, Zwischenmenschlichkeit und – ganz im Sinne des Schulmottos – das Entfalten eigener Fähigkeiten ihren Platz gefunden. Sie sprach von einer unvergesslichen Schulzeit mit Höhen und Tiefen, vor allem aber von tiefen Freundschaften und einer starken Schulgemeinschaft, die durch Zusammenhalt und Empathie geprägt gewesen sei.
Für das Lehrerkollegium blickten die Lehrerinnen Frau Schneider und Frau Gesau in Anlehnung an das Filmmotto auf die gemeinsame Zeit zurück. Mit viel Humor ordneten sie prägende Momente verschiedenen Filmgenres zu: Klausurphasen erschienen wie Szenen aus einem Horrorfilm, während manche Unterrichtsbeiträge eher an eine Komödie erinnerten. Persönliche Einblicke „aus dem Nähkästchen“ sorgten für zahlreiche Lacher im Publikum. Abschließend zitierte Frau Gesau den Satz „Comparison is the thief of joy“ von Theodore Roosevelt und ermutigte die jungen Erwachsenen, an sich selbst zu glauben und ihren eigenen Weg zu gehen – ohne sich ständig mit anderen zu vergleichen.
Musikalisch abgeschlossen wurde dieser Teil der Feier mit dem Song „Valerie“ von Amy Winehouse, gefühlvoll vorgetragen von Pauline Marisol Schrank.
Im weiteren Verlauf erhielten die Absolventinnen und Absolventen ihre Zeugnisse und wurden für besondere Leistungen sowie ihr Engagement für die Schulgemeinschaft ausgezeichnet.
Beim anschließenden Abiturball wurde gemeinsam gefeiert, gelacht und auf 13 bewegte Schuljahre zurückgeblickt.
So endete ein besonderer „Film“ – und zugleich begann für den Abiturjahrgang ein neues Kapitel voller Möglichkeiten, Träume und Chancen.
- Bestpreise in bestimmten Fachschaften
Kath. Religion
Talida Dämgen
Philosophie
Lara Thielecke
Ethik
Till Witt
Physik
Timo Stelzer
Chemie
Timo Stelzer
Mathematik
Akcan Tazegül
Geschichte
Konrad Ellermeier
Französisch
Anabela Atanasoska
Deutsch
Claire-Skadi Matl
Englisch
Marie Reuter
Latein
Paula Marie Jahme
- Online-Stipendium von e-fellows.net
Bödeker Charlotte
Dämgen Talida
Ellermeier Konrad
Hettler Jonas
Jäger Laura
Jahme Paula
Matl Claire-Skadi
Neuser Luca
Reuter Marie
Schrank Pauline
Stelzer Timo
Tazegül Akcan
Thielecke Lara
Witt Till
- Bestpreis von den Freunden und Förderern des Goethe-Gymnasiums für das beste Abitur
Lara Thielecke
Timo Stelzer
Till Witt
- Vorschlag für Studienstiftung des deutschen Volkes
Lara Thielecke
Timo Stelzer
- Geldpreise der Nassauischen Sparkasse
für besonderes soziales Engagement („Stille Stars“)
Talida Dämgen
Timo Stelzer
- Geldpreise von den Freunden und Förderern des Goethe-Gymnasiums für Engagement für die Schule
Talida Dämgen
Paula Jahme
Noah Junak
Madita Salzer
Constanze Wiedenhues
- Buchpreis des Ministers für besonderes Engagement für die Schulgemeinschaft
Lara Thielecke
Alle Absolventinnen und Absolventen in alphabetischer Reihenfolge (Klick zum Download):
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