Exkursion ins Ruhrgebiet Bochum (16.-18.06.25)
Die Exkursion begann mit einer etwa dreistündigen Zugreise nach Bochum. Nach der Ankunft quartierten sich die Teilnehmenden in der Jugendherberge ein.
Von dort aus ging es noch am selben Tag weiter nach Duisburg, wo der Landschaftspark Duisburg-Nord besichtigt wurde, ein beeindruckendes Beispiel für die Umnutzung ehemaliger Industrieanlagen. Die Teilnehmenden erkundeten das weitläufige Gelände mit seinen stillgelegten Hochöfen, Gaskesseln und Werkshallen, das heute als Park-, Kultur- und Freizeitstätte dient und spannende Einblicke in die industrielle Vergangenheit der Region bietet. Danach kehrten wir wieder nach Bochum zurück, wo wir den Abend zur freien Verfügung hatten und die Teilnehmer den sommerlichen Abend ruhig ausklingen ließen.
Der nächste Tag begann mit einem entspannten Frühstück in der Jugendherberge. Gut gestärkt machten wir uns anschließend auf den Weg in die Altstadt von Oberhausen. Dort bestand unsere Aufgabe darin, Passanten und Besucher zu befragen sowie die Altstadt zu kartieren – eine spannende Möglichkeit, die Umgebung aus einer forschenden Perspektive kennenzulernen. Nach Abschluss der Aufgabe ging es weiter zum Centro Oberhausen, wo wir Zeit hatten, zu Mittag zu essen. Im Anschluss stand der Besuch des Gasometers auf dem Programm. Zunächst fuhren die meisten zwölf Stockwerke nach oben, es gab auch einige sportliche Teilnehmer, die dies zu Fuß absolvierten (dies waren 592 Treppenstufen) und dies, um von der Aussichtsplattform einen beeindruckenden Blick über das Ruhrgebiet zu genießen. Danach besichtigten wir die Ausstellung „Planet Ozean“ im Inneren des Gasometers. Die eindrucksvolle Präsentation bot faszinierende Einblicke in die Unterwasserwelt und weckte großes Interesse bei allen Teilnehmenden. Zum Abschluss des Tages hatten wir Freizeit und konnten die Gelegenheit nutzen, im Centro nach Belieben einkaufen zu gehen oder zu entspannen. Von da aus begaben wir uns zurück nach Bochum, wo wir den letzten Abend unserer Exkursion frei gestalten durften.
Am letzten Tag der Exkursion besuchten wir nach dem Frühstück das Deutsche Bergbaumuseum in Bochum. Passend zum Unterrichtsthema „Rohstoffe“, das wir vor der Exkursion behandelt hatten, bot der Besuch des Museums eine hervorragende Gelegenheit, das theoretisch Erlernte mit praktischen Eindrücken zu verknüpfen. Im Museum erhielten wir eine geführte Tour durch eine nachgebildete Steinkohlezeche, die bereits in den 1930er Jahren als Schaustollen zur Anwerbung von Arbeitskräften diente. Die unterirdischen Gänge in 17-20 Metern Tiefe und die originalgetreue Darstellung vermittelten eindrucksvoll, unter welchen Bedingungen früher im Bergbau gearbeitet wurde. Daraufhin hieß es Abschied nehmen von Bochum, denn wir mussten die Heimreise antreten, welche allerdings nicht ganz so reibungslos lief wie die Hinfahrt. Trotzdem kamen alle mit guter Laune wieder am Koblenzer Hauptbahnhof an.
| Text | Isabelle Seltenreich, Noemi Palacios Prada (MSS 11) |
| Bilder | Melanie Kremer |
