Schülerinnen werden zu Multiplikatorinnen der Suchtprävention ausgebildet

Vom 12. bis 14. Januar 2026 fand in der Jugendherberge auf der Festung Ehrenbreitstein in

Koblenz ein dreitägiges Seminar zur Ausbildung von Multiplikator:innen der Suchtprävention

statt. 16 Achtklässlerinnen des Goethe-Gymnasiums Bad Ems wurden dabei intensiv geschult,

um künftig als Ansprechpersonen und Vorbilder im Bereich der Suchtprävention an ihrer

Schule wirken zu können.

Organisiert und begleitet wurde die Ausbildungsfahrt von den Suchtpräventionsbeauftragten

des Goethe-Gymnasiums, Frau Schneider und Frau Gesau. Unterstützt wurden sie von Joachim

Schneider (sozialpsychiatrischer Dienst der Kreisverwaltung Bad Ems) sowie Melanie Müller

(sozialpädagogische Fachkraft vom Diakonischen Werk Rhein-Lahn), die ihre fachliche

Expertise in die Arbeit mit den Jugendlichen einbrachten.

Im Mittelpunkt des Seminars stand die altersgerechte Auseinandersetzung mit

unterschiedlichen Suchtmitteln und suchtähnlichen Verhaltensweisen, darunter Alkohol,

Nikotin, Cannabis, Medien- und Spielverhalten sowie Essstörungen. In abwechslungsreichen

Arbeitsformen wie Gruppenarbeiten, World-Café-Phasen, Rollenspielen und kreativen

Einheiten setzten sich die Teilnehmenden mit Ursachen von Sucht, Konsummotiven und der

Entwicklung von Abhängigkeit auseinander.

Ein zentraler Bestandteil war das sogenannte Tankmodell, mit dem die Schülerinnen lernten,

persönliche Ressourcen, Belastungen und Ausgleichsmöglichkeiten zu reflektieren. Ergänzt

wurde dies durch kooperative Teamübungen, die Gemeinschaft, Vertrauen und

Verantwortungsbewusstsein stärkten. Den Abschluss bildete eine Vernissage, in der die

Jugendlichen ihre kreativen Ergebnisse präsentierten und gemeinsam reflektierten.

Das Seminar verfolgte das Ziel, junge Menschen zu befähigen, suchtpräventive Inhalte

verantwortungsvoll weiterzutragen, Mitschülerinnen und Mitschüler zu sensibilisieren und bei

Bedarf auf Unterstützungsangebote hinzuweisen. Die intensive gemeinsame Zeit, der

geschützte Rahmen und die professionelle Begleitung trugen maßgeblich zum Erfolg der

Veranstaltung bei.

 

Verfasserinnen Franziska Schneider und Kristina Gesau (Arbeitsbereich Suchtprävention)

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