Theater hautnah: Die Klasse 8c erlebt „Die Welle“ in Lahnstein
Wir, die Klasse 8c, haben am 10.10.2025 in Lahnstein das Theaterstück „DIE WELLE“ besucht.
Unser Klassenkamerad Jonte Hintemann, der bei dem Theaterstück der Jungen Bühne Lahnstein mitgespielt hat, hatte die Idee, dass wir als Klasse die Aufführung besuchen könnten. Frau Schmidt und Frau Friedrich haben uns auf diesem Weg begleitet und alles organisiert.
Am letzten Tag vor den Herbstferien haben wir uns alle am Westbahnhof in Bad Ems getroffen und sind gemeinsam nach Lahnstein gefahren, wo wir vom dortigen Bahnhof zum Johannes-Gymnasium gelaufen sind. Dort angekommen, haben wir alle zusammen noch etwas gefrühstückt und waren gespannt, wie die Geschichte im Theater dargestellt wird, da wir uns im Deutschunterricht im Voraus schon mit dem Inhalt und den Hintergründen des Themas beschäftigt hatten. Unter anderem hat unsere Mitschülerin **Paula Wittfeld** in einer Präsentation das gleichnamige Buch vorgestellt, auf dem das Theaterstück basiert.
In dem Stück „DIE WELLE“ geht es darum, dass sich eine Highschool-Klasse durch ein Experiment ihrer Geschichtslehrerin Mrs. Ross über Manipulation und Gruppenzwang – ohne es zu wissen – mitreißen lässt. Dabei führt die Lehrerin täglich neue Regeln ein. So müssen die Schülerinnen und Schüler zum Beispiel immer gerade sitzen; außerdem werden sie nach mehrfachem Regelbruch aus der Gruppe ausgeschlossen. Dieses Experiment gerät außer Kontrolle und muss schließlich gestoppt werden.
In dem Theaterstück „DIE WELLE“ wird vor allem das Thema Nationalsozialismus aufgegriffen. Uns wurde besonders deutlich, wie einfach es manchmal ist, Menschen zu beeinflussen, und wie sehr sich Menschen dafür opfern, in einer Gemeinschaft dazuzugehören. Allein der Name des Theaterstücks „DIE WELLE“ sagt viel über seine Bedeutung aus: „Die Welle, die alles und jeden mitreißt – wie ein Tsunami.“
Am Anfang des Stücks wurde ein Video eingeblendet, das eindrücklich die damalige Situation in Deutschland zeigte, als die Nationalsozialisten die Macht übernahmen, Hitler an die Regierung kam und viele Menschen in Konzentrationslagern litten und ermordet wurden. Daraufhin reagierte die Highschool-Klasse im Stück sehr skeptisch. Sie glaubte nicht, dass sich ein solches Geschehen in der heutigen Zeit noch einmal wiederholen könnte. Die Lehrerin beschloss daraufhin, ihnen zu zeigen, dass sie falsch lagen, und führte mit ihnen das Experiment durch. Viele unterstützten „die Welle“, weil sie nicht allein sein wollten und auch Angst vor den Konsequenzen hatten, falls sie sich gegen die Welle äußerten.
Uns hat das Theaterstück sehr gut gefallen. Die Atmosphäre war spannend und zugleich bedrückend – die Zuschauerinnen und Zuschauer im Saal waren gefesselt und ganz in das Stück vertieft.
Unsere Klasse fand, dass die jugendlichen Schauspielerinnen und Schauspieler eine beeindruckende Konzentration und Spannung ausstrahlten. Wir konnten uns gut in die Rollen hineinversetzen und merkten, dass sie sich große Mühe gaben, ihre Figuren ernsthaft darzustellen. Sie spielten ihre Rollen beeindruckend locker und sicher, ohne Stress oder Unsicherheit.
Es war ein sehr spannendes und gelungenes Stück, das wir sehr genießen konnten. Unsere Erwartungen wurden übertroffen, denn wir hätten nicht gedacht, dass Jugendliche ein so gutes Theaterstück auf die Bühne bringen können – es war wirklich beeindruckend.
Wir können das Theaterstück und besonders die Gruppe der Jungen Bühne Lahnstein nur weiterempfehlen.
Weitere Informationen zur Jungen Bühne Lahnstein finden Sie hier:
https://www.junge-buehne-lahnstein.de
| Text | ** Klasse 8c ** |
| Bilder | Simone Hintemann |
